Mond-Wissen
Blutmond
Als Blutmond bezeichnet man den rötlich erscheinenden Mond während einer totalen Mondfinsternis.
Ein Blutmond entsteht bei einer totalen Mondfinsternis, wenn der Vollmond vollständig in den Kernschatten der Erde eintritt. Obwohl direktes Sonnenlicht den Mond nicht mehr erreicht, wird er nicht völlig dunkel. Sonnenlicht, das die Erdatmosphäre durchquert, wird gebrochen und in den Schattenbereich abgelenkt, sodass der Mond weiter schwach beleuchtet bleibt.
Die Atmosphäre streut dabei das kurzwellige blaue Licht stark weg und lässt vor allem langwelliges rotes Licht durch, ähnlich wie bei einem Sonnenuntergang. Dieses rote Licht trifft den Mond und färbt ihn kupferrot bis tiefrot. Wie intensiv die Färbung ausfällt, hängt vom Zustand der Atmosphäre ab, etwa von Staub oder Vulkanasche.
Das Wichtigste
- 🌙 Tritt nur bei einer totalen Mondfinsternis auf.
- 🌙 Der Vollmond steht vollständig im Kernschatten der Erde.
- 🌙 Die Erdatmosphäre lenkt rotes Licht in den Schatten und färbt den Mond.
- 🌙 Blaues Licht wird weggestreut, langwelliges rotes Licht bleibt übrig.
- 🌙 Die Farbintensität hängt von Staub und Aerosolen in der Atmosphäre ab.
Der Blutmond ist ein beeindruckendes und gefahrlos beobachtbares Schauspiel. Hinter der dramatischen Farbe steckt schlicht das durch die Erdatmosphäre gefilterte Sonnenlicht.
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